Warum sollten Sie ein Blog für Ihr Unternehmen betreiben? 5 gute Gründe

Dieser Beitrag erschien ursprünglich am 21. Oktober 2014 auf dem Blog PR und Meer von Operation: PR.

Letzte Woche fragte mich ein Kunde: Warum sollten wir ein Blog einrichten und betreiben? Eine gute Frage, und eine, die mir immer wieder gestellt wird.

Die richtige Antwort hängt natürlich davon ab, inwiefern ein Blog der übergeordneten Strategie hilft oder sie behindert.  Passt zum Beispiel die Idee, ein Blog zu betreiben, grundsätzlich zur gewünschten Markenpersönlichkeit?

Um das abzugleichen, ist es hilfreich, etwas über Blogs und ihre Rolle in der Unternehmenskommunikation zu wissen.

Vorab also: Was ist überhaupt ein Blog oder eigentlich Weblog?

Extrem vereinfacht gesagt: Eine Möglichkeit News und Berichte als Text, Bild, Video, Link oder einer Kombination daraus, in chronologischer Form zu veröffentlichen. Und zwar auf einer eigenen Domain wie www. ihrblog.de oder als Subdomain www. ihrunternehmen.de/blog

Aber was kann ein solches Blog nun für die Unternehmenskommunikation leisten?

Das fragte ich mich und dabei gingen mir immer die Anmerkungen und Nachfragen meiner Kunden im Kopf herum, die ich hier nun einfach als Fiktiven Fragesteller eingefügt habe.

1. Ein eigenes Unternehmensblog macht Sie sichtbar.

Fiktives Gegenüber: Das heißt also, ich erreiche mehr Menschen, wenn ich ein Blog betreibe?

Nein. Aber Menschen, die nach Ihnen suchen, erhalten mehr Informationen über Sie.

Aber dafür habe ich doch meine Website…

Die Website ist wie Ihr Gala-Outfit. Sie haben sich vor dem lang ersehnten Termin (dem Website-Launch) lange und viele Gedanken gemacht, wie Ihr Outfit ausschauen soll, damit es Eindruck macht. Sie haben auch jemanden im Blick, den Sie beeindrucken wollen. Sie setzen Ihre schönste Seite in Szene. Vielleicht haben Sie auch einfach nur auf die Schnelle in den Kleiderschrank gegriffen oder Ihre Frau hat Ihnen das Outfit zusammengestellt. Egal wie. Es ist _ein_Outfit für einen bestimmten Anlass. Mal Hand aufs Herz, wie beispielhaft ist er für Sie und wie oft hat schon jemand, der Sie näher kennengelernt hat, gesagt: Nach dem Auftritt hatte ich Sie mir ganz anders vorgestellt. So in echt sind Sie mir lieber.

Ersetzt das Blog denn meine Website?

Beides hat seine Berechtigung. Der auf Hochglanz polierte erste Eindruck und die vielen Facetten, die man entdeckt, wenn man jemanden näher kennenlernt. Sie können beides aber rein technisch gemeinsam in einem System und unter einer Domain abdecken, wenn Sie wollen.

2. Einfach viel Raum für unterschiedliche Aspekte Ihres Unternehmens

Ein Blog lässt sich leicht aktualisieren und zeigt so viele Facetten wie Sie wollen. Es ist besonders dann hilfreich, wenn Sie etwas neues publizieren wollen, was nicht in das typische Raster Ihrer Website passt. Zum Beispiel eine Referenz, die nicht groß genug ist, um ins Portfolio aufgenommen zu werden, aber so viel Spaß gemacht hat, dass Sie sie zeigen wollen. Einen positiven Pressebericht oder einen Award, für den Sie auf der Website keinen Platz haben. Ein Videomitschnitt von einem Konferenzbeitrag oder eine Infografik.

Sowohl inhaltlich als auch formal ist das Blog extrem flexibel und erlaubt es, immer genau das zu zeigen, was für Sie gerade wichtig ist.

Das kann ich auf Facebook, Twitter etc. doch auch.

Natürlich. aber der entscheidende Vorteil ist:

3. Ihr Blog gehört Ihnen. Social Media zu eigenen Bedingungen.

Auf Ihrem eigenen Blog haben Sie die Autorität, mit Ihren Inhalten wie gewünscht zu verfahren. Sie sind weder den AGBs der Anbieter noch rechtlichen Implikationen wie abgeben der Nutzungsrechte etc. unterworfen.

Sie haben die Gestaltungshoheit, können Ihr Blog entsprechend Ihres Corporate Designs gestalten und müssen sich nicht an fremde Raster, wie Zeichenanzahlen bei Twitter oder ideale Bildformate bei Facebook, halten.

All Ihre Beiträge bleiben so lange öffentlich erhalten, wie Sie es wünschen.

Und Sie haben die Meinungshoheit: Innerhalb der rechtlichen Vorgaben und der publizistischen Gepflogenheiten können Sie alles veröffentlichen, was Sie wollen und so Ihr Bild selbst bestimmen.

Zudem bauen Sie die Beziehung zu Ihren Lesern “auf Ihrem eigenen Grund” auf. Falls ein Social Netzwerk aufhört zu existieren oder Ihre Unternehmensausrichtung nicht mehr zu einem Netzwerk passt, wäre eine nur dort beheimatete Community weg. Ein Blog können Sie schrittweise verändern und Menschen mitnehmen.

Dann konzentriere ich mich am besten nur auf mein Blog und ignoriere Facebook, Twitter und CO.

In dem Fall  verzichten Sie auf Reichweite. Über die sozialen Netzwerke erreichen Sie Menschen, die Sie noch nicht kennen. Wenn Sie unendlich viel Zeit hätten, würden Sie alles betreiben. Da Sie priorisieren müssen, nutzen Sie die Sozialen Netzwerke für die Reichweite und verlinken dann auf das Blog als Kommunikationszentrale, mit allem relevanten Content. Auf den übrigens jeder zugreifen kann. Eine Mitgliedschaft in einem bestimmten Netzwerk ist nicht nötig.

Dann ist ein Blog also nur ein zentraler Lagerraum für Content?

Weit mehr.

4. Ihr Blog zahlt ein auf Ihre Marke, Ihre aktuelle Kampagne, Ihre Reputation oder Ihre Vertriebsaktivitäten

Je nach Ausrichtung als CEO-Blog, Kampagnenblog, Produktblog, Krisenblog, Service-Blog, und und und … kann ein Blog Wissen vermitteln, Themen besetzen, Image bilden oder Beziehungen pflegen.

Menschen, die zum Beispiel über Social Networks auf einen Blogartikel aufmerksam werden, erhalten im Blog einen breiteren Eindruck von Ihrem Unternehmen. Sie sehen weitere relevante Themen, erhalten genau passende Informationen statt allgemeiner Übersichtsseiten wie auf der Unternehmenswebseite. Ihnen können weiterführende Handlungen angeboten werden, zum Beispiel ein Abonnement der Blogartikel, der Verweis auf ähnliche Produkte, einen Event sowie eine Aktion oder die Möglichkeit weitere Informationen anzufordern oder herunterzuladen.

Indem Ihre relevanten Inhalte nicht überall im Netz verstreut sind, sondern eine eindeutige Heimat auf Ihrem Blog haben, ist eindeutig klar, wer der Urheber ist und Ihre Reputation, Ihr Vertrieb, Ihre Kampagne oder Organisation profitiert davon.

Bei so vielen Möglichkeiten, wie verhindere ich da, dass ich mich verzettle?

5. Ihr Blog lässt sich messen, anpassen und wieder messen.

Da wir alle nur begrenzte Zeit haben, macht es Sinn, die Dinge zu machen, die ankommen.

Daten wie Zugriffszahlen auf einzelne Blogartikel/Posts oder woher die Leser jeweils kommen Leser, helfen Ihnen, herauszufinden welche Themen funktionieren und welche Social Media Kanäle Besucher bringen. So können Sie Ihre Kommunikation abstimmen und anpassen.

Und was mach ich jetzt als erstes?

Kontaktieren Sie mich, wenn Sie ein Blog einrichten wollen, dass zu Ihrer Kommunikationsstrategie passt.

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